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Betriebliche Mobilität – Wieso, weshalb für wen?

Nadia Schmitt
Allgemein

Genauso, wie die Erfindung der mobilen Telefonie unser Leben und Arbeiten revolutioniert hat und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist, hält Verkehr und Mobilität unsere Wellt im wahrsten Sinne des Worten am rollen und wurde niemals kritischer diskutiert als heute. Mobilität verbraucht die knappen Güter Energie und Platz und schenkt dem Planeten dafür Emissionen – ein schlechter Tausch, finden Viele.

Jede:r Einzelne wird momentan mit dem Thema und dem Gewissen konfrontiert und alle kennen den Begriff  des „ÖkologischernFußabdrucks“. Flugreisen werden nicht mehr nur bei Politiker:innen beäugt, Lastenfahrräder gehören längst zum Stadtbild. Für die einen ist das längst überfällig, für die anderen lästiges Ende der Bequemlichkeit. Beim Klimaschutz ist jeder von uns gefragt, klar. Umso größer ist aber die Wirkung, wenn man eine größere Anzahl Menschen erreicht. So wie die vielen Millionen Mitarbeitenden, die – wenn es ganz schlecht läuft – täglich, alleine, große Distanzen mit ihrem Verbrenner zurücklegen – auf dem Weg zur Arbeit und zurück. Viele auch im Außen- oder Lieferdienst während der Arbeit. Und je nach Gebiet meist im Stau, aber …

 

Deshalb nimmt die sogenannte Betriebliche Mobilität einen besonderen Stellenwert ein und Unternehmen können eine Menge dafür tun, ihren Mitarbeitenden alternative Mobilitätslösungen schmackhaft zu machen oder überhaupt erst zu ermöglichen. Denn umweltfreundliche Alternativen scheitern schnell an der operativen Umsetzung und Infrastruktur: Wenn ich mein Fahrrad nicht vernünftig sicher und trocken abstellen kann, steige ich lieber ins Auto. Wenn ich mein E-Auto nicht vor Ort laden kann, fahre ich weiter Verbrenner und Fahrgemeinschaften würde ich zwar machen, aber weiß gar nicht wie ich das anstellen und organisieren soll. Und natürlich sind auch die Kommunen gefragt, denn Busse brauchen Strecken, brauchen Haltestellen und einen Takt, der es Mitarbeitenden unkompliziert ermöglicht auf den ÖPNV umzusteigen.

Wer unseren Verkehr effizienter, umwelt- und sozialverträglicher gestalten möchte, kommt am betrieblichen Mobilitätsmanagement nicht vorbei. Und an Fachleuten, die das Thema unternehmensintern in die Hand nehmen – betriebliche Mobilitätsmanager:innen. Sie analysieren und optimieren die eigenen Mobiltätsansprüche, erkennen Verbesserungspotenziale und kennen die entsprechenden Maßnahmen für die Bereiche Verkehr, Infrastruktur, Service und Kommunikation. Dass dieser Bereich auch in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen wird, erkennt man daran, dass die Hochschule Rhein Main in Wiesbaden 2017 als erste deutsche Hochschule den Bachelor-Studiengang „Mobilitätsmanagement“ eingeführt hat. Aber auch die BEMO und die IHK in NRW bildet in einem Zertifizierungslehrgang aus.

Auf dieser Website stellen wir erste Informationen zu dem sehr umfassenden Thema Betriebliche Mobilität zusammen. Daneben bieten wir viele tiefergehende Informationen, zum Beispiel zu steuerlichen Themen oder vermitteln geeignete Beratungsstellen.

 

Tel.:
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