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Das 9- Euro-Ticket ist da

Nadia Schmitt
Bundesregierung, ÖPNV

Der Weg für das 9-Euro-Ticket ist da : Sowohl für Bestandskund:innen als Bonus-Ticket, als auch als Schnupper-Ticket für diejenigen, die bisher für ihre Mobilität auf Bus und Bahn verzichtet haben. Diese einmalige Sonderaktion gilt bundesweit ab dem 1. Juni für 90 Tage und ist nicht begrenzt. Das bedeutet, wer das Ticket in Dortmund kauft, kann damit auch Busse und Bahnen in Hamburg nutzen. Verkauft wird das 9-Euro-Ticket an Kundenzentren, Automaten oder den Verkaufsstellen der Verkehrsverbünde und -unternehmen.

Damit profitieren Kundinnen und Kunden im ÖPNV (öffentliche Personennahverkehr) als Teil des Energie-Entlastungspakets der Bundesregierung. Die Politik unterstützt die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel – das Rückgrat einer nachhaltigen und klimafreundlichen Mobilität. Dies ist eine große Chance, um mehr Menschen in den ÖPNV zu bekommen. Im Gegenzug für die willkommene finanzielle Entlastung müssen sich die Berufspendler auf deutlich vollere Bahnen und Busse einstellen. Mein Tipp für Neukunden wäre es, den ÖPNV nicht in der Rushour zu erkunden. Denn der öffentliche Verkehr leidet jetzt schon unter Unterkapazitäten beim Personal, Material und schlechter Infrastruktur. ÖPNV muss auch Spaß machen können und in einer bis zur Belastungsgrenze gefüllten Bahn fällt das schwer. Ich bin gespannt, wie viele Neukunden der ÖPNV hinzugewinnen kann.

Das pauschale 9-Euro-Ticket ohne jede Tarifgrenze überzeugt vielleicht auch bisherige Skeptiker, die den ÖPNV zu kompliziert fanden. Letztlich überzeugt aber nicht nur der Preis, sondern das Mobilitätsangebot zu einem Umstieg.

Ich möchte mir aber nicht nehmen lassen, einen Tipp für die Nutzung des 9-Euro-Tickets zu geben. Das Angebot kommt genau richtig zum Beginn der Sommerferien. Nutzen Sie das Ticket für einen Ausflug in die Nachbarstädte in die Natur. Shopping kann viel entspannter sein, wenn man keine Parklücke suchen und man beim „Absacker“ nicht an den Führerschein denken muss.

 

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Betriebliche Mobilität – Wieso, weshalb für wen?

Nadia Schmitt
Allgemein

Genauso, wie die Erfindung der mobilen Telefonie unser Leben und Arbeiten revolutioniert hat und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist, hält Verkehr und Mobilität unsere Wellt im wahrsten Sinne des Worten am rollen und wurde niemals kritischer diskutiert als heute. Mobilität verbraucht die knappen Güter Energie und Platz und schenkt dem Planeten dafür Emissionen – ein schlechter Tausch, finden Viele.

Jede:r Einzelne wird momentan mit dem Thema und dem Gewissen konfrontiert und alle kennen den Begriff  des „ÖkologischernFußabdrucks“. Flugreisen werden nicht mehr nur bei Politiker:innen beäugt, Lastenfahrräder gehören längst zum Stadtbild. Für die einen ist das längst überfällig, für die anderen lästiges Ende der Bequemlichkeit. Beim Klimaschutz ist jeder von uns gefragt, klar. Umso größer ist aber die Wirkung, wenn man eine größere Anzahl Menschen erreicht. So wie die vielen Millionen Mitarbeitenden, die – wenn es ganz schlecht läuft – täglich, alleine, große Distanzen mit ihrem Verbrenner zurücklegen – auf dem Weg zur Arbeit und zurück. Viele auch im Außen- oder Lieferdienst während der Arbeit. Und je nach Gebiet meist im Stau, aber …

 

Deshalb nimmt die sogenannte Betriebliche Mobilität einen besonderen Stellenwert ein und Unternehmen können eine Menge dafür tun, ihren Mitarbeitenden alternative Mobilitätslösungen schmackhaft zu machen oder überhaupt erst zu ermöglichen. Denn umweltfreundliche Alternativen scheitern schnell an der operativen Umsetzung und Infrastruktur: Wenn ich mein Fahrrad nicht vernünftig sicher und trocken abstellen kann, steige ich lieber ins Auto. Wenn ich mein E-Auto nicht vor Ort laden kann, fahre ich weiter Verbrenner und Fahrgemeinschaften würde ich zwar machen, aber weiß gar nicht wie ich das anstellen und organisieren soll. Und natürlich sind auch die Kommunen gefragt, denn Busse brauchen Strecken, brauchen Haltestellen und einen Takt, der es Mitarbeitenden unkompliziert ermöglicht auf den ÖPNV umzusteigen.

Wer unseren Verkehr effizienter, umwelt- und sozialverträglicher gestalten möchte, kommt am betrieblichen Mobilitätsmanagement nicht vorbei. Und an Fachleuten, die das Thema unternehmensintern in die Hand nehmen – betriebliche Mobilitätsmanager:innen. Sie analysieren und optimieren die eigenen Mobiltätsansprüche, erkennen Verbesserungspotenziale und kennen die entsprechenden Maßnahmen für die Bereiche Verkehr, Infrastruktur, Service und Kommunikation. Dass dieser Bereich auch in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen wird, erkennt man daran, dass die Hochschule Rhein Main in Wiesbaden 2017 als erste deutsche Hochschule den Bachelor-Studiengang „Mobilitätsmanagement“ eingeführt hat. Aber auch die BEMO und die IHK in NRW bildet in einem Zertifizierungslehrgang aus.

Auf dieser Website stellen wir erste Informationen zu dem sehr umfassenden Thema Betriebliche Mobilität zusammen. Daneben bieten wir viele tiefergehende Informationen, zum Beispiel zu steuerlichen Themen oder vermitteln geeignete Beratungsstellen.

 

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