BLOGBEITRAG

Andreas Hombach im Interview

Allgemein

Andreas Hombach ist Leiter Key Account Management bei der WSM Walter Solbach Metallbau GmbH und Betrieblicher Mobilitätsmanager (IHK). Er setzt sich für nachhaltige Mobilität ein, ist Anhänger des Mobilitätsbudgets und fährt selber gerne Fahrrad – natürlich auch zur Arbeit. Wir haben ihn gefragt wie er zum Thema betriebliche Mobilität gekommen ist und was er daraus gelernt hat.

Welchen Anlass gab es, sich mit der betrieblichen Mobilität an Ihrem Unternehmensstandort auseinanderzusetzen?

Zum einen hat WSM als Hersteller von Stadtmobiliar sowie Investitionsgütern für den Handel und die Industrie ein großes Interesse an der allgemeinen Entwicklung im Bereich Mobilität – und speziell im Bereich der Betrieblichen Mobilität, da wir unsere Infrastrukturlösungen entsprechend anpassen müssen. Zum anderen sind wir in der Verantwortung für unsere Mitarbeiter*innen und Standorte aber auch zu nachhaltigem Handeln verpflichtet. Immer stärker rückt aber auch generell für unser Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz in den Fokus. Im Sinne einer möglichen Einsparung klimaschädlicher Emissionen kommt der betrieblichen Mobilität eine besondere Bedeutung zu.

Welchen Nutzen sehen Sie für die Mitarbeitenden und Unternehmen durch den Aufbau eines betrieblichen Mobilitätsmanagements?

Die Mitarbeitenden können ihre Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (aber nicht nur die!) durch die Unterstützung des Unternehmens bzw. durch entsprechende Mobilitätsangebote im Rahmen des BMM deutlich flexibler, nachhaltiger, aber auch kostengünstiger gestalten und darüber hinaus unter Berücksichtigung von Fuß- und Radverkehr auch noch etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden gestalten.

Die Unternehmen profitieren natürlich einerseits von zufriedeneren und gesünderen Arbeitnehmer*innen; andererseits sparen auch sie ganz eindeutig Kosten ein; z. B. durch Reduzierung des Fuhrparks, höhere Effizienz der Fahrzeuge, Umwidmung von Parkplätzen, Einsparung von kostenpflichtigen THG-Emissionen, usw. Nicht übersehen werden dürfen die positiven Auswirkungen auf das Image des Unternehmens und der Marke bei Kunden, Dienstleistern und Lieferanten – nicht zuletzt aber auch im Wettbewerb um Auszubildende und Fachkräfte.

Sie haben sich eingehend mit der Mobilität innerhalb Ihres Unternehmens befasst. Was haben Sie daraus gelernt?

Vor allem, dass es noch viel zu tun gibt ! Letztendlich bedeutet das aber auch, dass wir noch viel Potential haben und somit auch viel erreichen können – und wir sind diesbezüglich auf einem guten Weg. BMM bereitet trotz aller sicher überall mehr oder weniger vorhandenen Widerstände oder zumindest Herausforderungen sehr viel Freude.

Haben Sie einen Tipp für Unternehmen?

Die Antwort darauf ist spontan und eindeutig: Ich würde BMM zur Chefsache – oder zumindest zu einer Stabstelle – im Unternehmen machen; dies gilt allerdings für das gesamte Nachhaltigkeitsmanagement. Nur wenn die Planungen und Maßnahmen in diesem Bereich oberste Priorität haben werden sie erfolgreich sein – und letztendlich dazu führen, dass das Unternehmen „unter dem Strich“ davon eindeutig profitiert; auch finanziell.

Vielen Dank für das Interview!

Tel.:
0231 5417-148

E-Mail:
s.hellali-milani@dortmund.ihk.de